Montag, 23. Juli 2018
BauPhysikPlus online 2 | 2012 Drucken E-Mail
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BauPhysikPlus Nummer 2/2012

Wird die Energieeinsparverordnung wieder um 30 % verschärft?

Die zurzeit gültige Energieeinsparverordnung 2009 muss angepasst werden, da die Europäische Richtlinie für energieeffiziente Gebäude aus dem Jahr 2010 umgesetzt werden muss. Diese Richtlinie erlaubt für öffentliche Gebäude ab 2019 und für Neubauten ab 2021 nur noch Niedrigstenergiegebäude.

Die energetischen Anforderungen für Neubauten werden in der Energieeinsparverordnung im Vergleich zu einem Referenzgebäude gleicher Geometrie bzw. Abmessung und einer vorgegebenen haustechnischen Anlagentechnik ermittelt.



Die nachfolgenden Angaben beziehen sich alle auf den jetzigen Kenntnisstand und können sich bis zum Ende des Jahres noch geringfügig ändern.

Wohngebäude
Die Verglasung im Referenzgebäude wird in eine Dreifachverglasung geändert.
Im Vergleich zur Energieeinsparverordnung 2009 werden die haustechnischen Anlagen nicht verändert, so dass weiterhin ein verbesserter Gas-Brennwert-Kessel in Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung die Grundlage des Referenzgebäudes darstellt.
Insgesamt ist für Wohngebäude voraussichtlich eine Verschärfung von maximal 10 % des Jahresprimärenergiebedarfs* zu erwarten.

Gebäudebestand
Für die Altbausanierung ist auch weiterhin der Einzelbauteilnachweis möglich. Anforderungen an den U-Wert der Bauteile können sich ggf. ändern, grundsätzlich ist allerdings die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.

Nicht-Wohngebäude
Eine Verschärfung im Bereich der baulichen Maßnahmen für das Referenzgebäude ist nicht geplant. Es wird jedoch die Nutzung von erneuerbaren Energien im Bereich der haustechnischen Anlagen angestrebt, so dass mit einer Verschärfung des Jahresprimärenergiebedarfs* von 10 % zu rechnen ist.

Allgemeines
Das Referenzklima für die Berechnungen wird geändert, neuer Standort ist Potsdam! Durch die höheren dortigen Durchschnittstemperaturen gegenüber dem jetzigen Standort steigt der Energiebedarf für gekühlte Gebäude deutlich.

*der Primärenergiebedarf berücksichtigt zusätzlich zum Energiebedarf für Heizung und Warmwasser auch die Verluste, die von der Gewinnung des Energieträgers (z.B. Gas oder Öl) an seiner Quelle über Aufbereitung, Transport bis zum Gebäude und der Verteilung bzw. Speicherung anfallen.

 
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Dipl.-Ing.
Oliver Schwinn
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